Emotionaler Höhepunkt in kritischer Zeit

Giuseppe Verdis "Requiem" für vier Solostimmen, großen Chor und Orchester ist ein singuläres Werk, das in seiner Verbindung von musikalischer Intensität und Kunstfertigkeit, einmaliger Konzeption und überwältigender Aussage seinesgleichen sucht. [...] Dann gelang eine Interpretation, die nicht nur auf Grund ihrer künstlerischen Qualität, sondern auch wegen der hochgradig emotionalen Atmosphäre wohl zur Legende werden wird. Besonders packend: Das dieses Werk wie eine Klammer durchziehende "Dies irae", das zwar die Schrecken des jüngsten Gerichts zeichnet, aber in der aktuellen Situation an Kanonendonner erinnerte. Hervorzuheben: Die hohe Fugen-Kunst der Chöre (Philharmonischer Chor Brünn, Chor Ad Libitum) und die Strahlkraft der Blechbläser. [...] Markus Poschner übertraf sich selbst mit einem in jeder Sekunde leidenschaftlichen und emphatischen Dirigat, das eine riesige dynamische Palette auskostete. Das eineinhalb Stunden erschütternde Requiem klang mit einem gehauchten "Libera me" aus, dem ergriffene Stille folgte. Doch dann heftiger Applaus und minutenlange Standing Ovation. (Paul Stepanek, Oberösterreichisches Volksblatt, 5.3.2022)

Sternstunde für den Frieden: Verdis Requiem in Linz

Nach dem Schlussakkord des Requiems von Giuseppe Verdi herrscht lange, erschütternde Stille im Linzer Brucknerhaus. Dann ergriffener Applaus und Standing Ovations. FFP2 Masken saugen die Tränen der Rührung auf. [...] Der wichtigste Bestandteil des Werks ist der Chor. Der Philharmonische Chor Brünn und der Linzer Chor Ad libitum bilden eine riesige Gemeinschaft mit höchstem Niveau. Gewaltig, absolut sicher und immer präsent, tragen sie wesentlich zum grandiosen Erfolg bei. Die Mezzosopranistin Olga Syniakova kommt aus der Ukraine. Sehr ernst, blass und traurig singt sie sich in die Herzen. Entschlossen, mit sicherer Höhe und erschütternd schönem Piano beherrscht sie alle Register. Schluchzend gelingt ihr das Lacrimosa, als wollte sie den Frieden herbeisingen. Am Ende verständliche Tränen. Die Münchnerin Susanne Bernhard erfüllt mit ihrem klaren, warmen Sopran Verdis Wunsch, von Operngehabe abzusehen. Sie verfügt über die nötige Stimmtechnik, auch über dem großen Klangkörper gehört zu werden. Makellos und innig interpretiert sie den Text mit wunderbaren Crescendi bei langen Tönen. Tereq Nazmi verfügt über einen gewaltigen, sehr kultivierten Bass, der mit großer Textverständlichkeit und schöner Stimme überzeugt. Dem Russen Alexey Dolgov gelingt vor allem die Falsettstelle "Hostias et preces tibi". Im Ensemble zeigt er Tempo- und Intonationsschwankungen. Doch nicht durch Perfektion gelingt ein Konzert, sondern durch eine innige und überzeugende Interpretation. Die ist an diesem denkwürdigen Abend aufs Intensivste gelungen. (pnp.de, 4.3.2022, Carola Baumann-Moritz)

LINZ/ Brucknerhaus: MESSA DA REQUIEM von Giuseppe Verdi

Das Bruckner Orchester Linz unter Markus Poschner hat sich hier eine wahre „pièce de résistance“ vorgenommen, bei der es vom Tschechischen Philharmonischen Chor Brno (Leitung: Petr Fiala) und dem Chor Ad Libitum (Heinz Ferlesch) aus St. Valentin unterstützt wird – beide mit reicher Erfahrung  im Chorwerke- wie Opernbetrieb. [...] Optimale Akustik – im Sinne von Verdis zitierter Aufführungspräferenz – des diesbezüglich ohnedies gut angelegten Brucknerhauses war durch den endlich wieder einmal weitestgehend ausverkauften Saal garantiert. Diese war auch wichtig, denn Markus Poschner leitete sein Orchester zu immensem Dynamikumfang an – besonders die leisen Stellen, von Streichern wie Bläsern feinst ziseliert, hört man atemlos. Natürlich endet aber auch die Wucht des „Dies irae“ niemals im Tumult – nein, Chor und Orchester halten immer Disziplin, klare Diktion, Differenzierung, Präzision und, könnte man fast sagen, Swing! Und darüber hinaus gerät auch über die gesamten 1½ Stunden Aufführungsdauer der große Spannungsbogen perfekt, auch dank organischer und plausibler Tempi. Neben den perfekt studierten Chören überzeugen auch die fast immer in perfekter Balance zu Chor und Orchester stehenden Solistinnen und Solisten. [...]. 15-minütiger Jubel, Begeisterung, standing ovation. (Petra und Helmut Huber, onlinemerker, 4.3.2022)

Wahrhaft große Jubel-Aufführung

Die Aufführung von Johann Sebastian Bachs h-Moll-Messe wurde ein beeindruckendes Ereignis in der Pfarrkirche. Dort nahmen die Sängerinnen und Sänger des Chor Ad Libitum Aufstellung mit dem Originalklangorchester BARUCCO und dem Leiter und Dirigenten Heinz Ferlesch. Das außerordentliche Werk von Bach mit seinen vierundzwanzig Musikstücken stellt an Ausführende und auch an die Zuhörer fast übermäßige Ansprüche. Der Aufwand an polyphoner Kunst, die Überfülle der musikalischen Gedanken mit lateinischem Text sind vor allem dem hier großartig agierendem Chor und der feurigen Animation von Ferlesch anvertraut. Die Kunst der Textdeutlichkeit zeigte schon im archaischem Kyriethema samt folgender Fuge die exakte Chorarbeit, die mit scharf kontrastierendem Klangvolumen bestach. [...] Immer wieder gelang besinnliches Innehalten im Wechsel mit einer geradezu ausgelassenen Fröhlichkeit, wie im Auferstehungs–Jubel „Et resurrexit“, oder in der majestätischen Wirkung des „Sanctus“ oder dem abschließenden „Agnus Dei“. Für die wahrhaft große Jubel-Aufführung bedankten sich die Konzertbesucher mit lang anhaltendem Applaus. (Volksblatt, 18.7.2021)

Ein geglücktes Geburtstagsgeschenk

Seit 40 Jahren zählt der Attergauer Kultursommer zu den großen Sommerfestivals Oberösterreichs. [...] Wie könnte man den Auftakt zu einem derartigen Jubiläum besser feiern als mit einem der größten musikalischen Kunstwerke, das seit 2015 zum Unesco-Weltdokumentenerbe zählt? – Bachs h-Moll-Messe. [...] Ein Werk, das herausfordernd ist und an die Interpreten größte Anforderungen stellt. Anforderungen, denen der Chor Ad Libitum und das ebenfalls von Heinz Ferlesch grandios geleitete Originalklangorchester Barucco am Freitag in der Pfarrkirche St. Georgen im Attergau mehr als nur gewachsen waren. (wruss, OÖN, 19.7.2021)

Zwei Abende gänzlich im Zeichen musikalischer Leidenschaft

"La Passione": Pro Brass und Chor Ad Libitum musizierten und sangen für die Erhaltung der Bausubstanz des Linzer Mariendoms. Vor gut drei Jahren haben sich die Edel-Blechbläser von "Pro Brass" mit dem mittlerweile in die rot-weiß-rote Eliteklasse aufgestiegenen "Chor Ad Libitum" zusammengetan. "La Passione" – Leidenschaft, Hingabe – heißt das Hochglanzprodukt, das eigentlich gar keinen musikalischen roten Faden hat – mit dieser Ausnahme vielleicht: Es geht ums gemeinsame Musizieren am oberen Ende der Güteskala. (OÖN, 6.10.2020)

Oratorium DIE JAHRESZEITEN von Joseph Haydn

Ein großes Originalklang-Orchester (Barucco) und der Chor Ad Libitum auf der Bühne des Eisenstädter Schlosses Esterhazy. Dazu mit Daniela Fally, Andreas Schager und Günther Groissböck drei Solisten sowie der Dirigent Heinz Ferlesch: Wann hat man in letzter Zeit eine so geballte Ansammlung von Musikern in einem Konzertsaal erlebt? Die auf der Startseite im gestrigen Online Merker nachzulesende Vermutung, dass das „wohl das allererste große Indoor-Oratorium mit Publikum seit März in Europa“ sei, dürfte damit voll zutreffen. Und gleich vorweg: Auch der dort ebenfalls geäußerte Verdacht, „es könnte sehr schön werden“, hat sich vollauf bestätigt. Und wie! [...] Doch was wäre all das ohne den Chor. Hymnisch und beschwörerisch (Juchhe! Juchhe! Heida, Heisa, hopsa!) dann wieder deskriptiv und kommentierend, kommt er in diesem Oratorium durchgehend und außerordentliche präsent zum Einsatz. An den starken fugierten Passagen merkt man, wie prächtig das einstudiert ist. Überhaupt: Wie der Chor Ad Libitum hier ans Werk geht, ist eine reine Freude. [...] (Online Merker, 9.8.2020)

Eintauchen in Mozarts Musik mit Ad Libitum

Der in St. Valentin beheimatete Chor Ad Libitum gehört schon lange mit seinem Gründer Heinz Ferlesch zu den führenden Ensembles in der österreichischen Chorlandschaft. Am Dienstag war das erfolgreiche Originalklangensemble Barucco mit seinen Barock-Spezialisten bei AK-Classic im Brucknerhaus mit am Werk. Dem großen, festlichen Kyrie in d-Moll, KV 341, folgte die lateinische Motette "Exsultate, Jubilate" KV 165 mit großem Sopransolo. Mit neuer, durchmischter Choraufstellung gelang das sehr bekannte "Ave Verum", KV 618, das vom Chormeister in besonders langsamem Andachtstempo präsentiert wurde. Ganz anders zog Ferlesch die Zügel beim "Requiem" in der Dramatik der "Dies-irae-Sequenz" an und gab kaum Zeit zum Atemholen. Meisterhaft folgten ihm dabei der exzellente Chor und auch sein Streicherensemble. Großer Jubel und lang anhaltender Dank im ausverkauften Großen Saal. (Volksblatt, 13.12.2019)

Hochrenaissance zu Gast im Brucknerhaus

Dem gesamten Ensemble und vor allem Heinz Ferlesch gelang mit dieser denkwürdigen Aufführung im Brucknerhaus eine zutiefst sakrale Stimmung. Nach dem Jubilus des Magnificat und dem kunstvollen "Amen" brach zu Recht ein großer Jubel im großen Saal aus. (Volksblatt, 25.3.2019)

Ein berauschender Vormittag mit Monteverdi

Ein Monteverdi-Vormittag, der zu Recht das Publikum von den Sitzen springen und lautstark jubeln ließ. Monteverdi so selbstverständlich, als wäre die Musik erst gestern entstanden. (OÖN, 25.3.2019)