Presse

Chor ad libitum gefiel mit mystisch anmutendem Schönklang
Großchor begeisterte in Linzer Minoritenkirche

Ein besonderes Chorerlebnis erwartete die ĂŒbervolle Linzer Minoritenkirche am Sonntag Nachmittag mit dem in St. Valentin beheimateten “chor ad libitum” und seinem GrĂŒnder und Chorleiter Heinz Ferlesch.

Als Großchor mit etwa 60 SĂ€ngern, gelang diesem Ensemble mit seiner geheimnisvoll gelenkten Dynamik und dem fast mystisch anmutendem Schönklang ein faszinierendes Hörerlebnis. Die doppelchörige “Cantus Missae” von Josef Rheinberger( 1839-1901) erklang zu Beginn aus dem Presbyterium; dann folgten dem Thema “RaumklĂ€nge-KlangrĂ€ume” entsprechend, verschiedene Choraufstellungen und sogar Teilungen in Damenchor und MĂ€nnerchor die den Kirchenraum erfĂŒllten.  Mit archaisch anmutenden Polyrhythmen erklang als Oberstimmenchor die “Doxologia” eines slowenischen  Meisters, wĂ€hrend die nĂ€chtliche Stimmung eines populĂ€res Liedes(Twinkle,twinkle bearb.von Bernd Engelbrecht * 1968) dem  5-stimmiger MĂ€nnerchor anvertraut wurde. Die Magnificat Antiphon “O Sapientia” von Balduin Sulzer fĂŒgte sich gut zum mittelalterlichen “Parce mihi Domine ” von Cristobal de Morales - bis als Höhepunkt im ganzen Kirchenraum verteilt - beinahe als “spektakulĂ€re musica sacra scene” die vielstimmige Motette des seinerzeit umjubelten Alessandro Striggo (1536-1592) den Raum erfĂŒllte, die vom Chordirigenten H. Ferlesch vom Mittelschiff aus, in der erhöhten Position einer Kirchenbank geleitet wurde.

Ohne Zwischenapplaus konnte diese weihevolle Stimmung im gesamten gut durchdachten Programmablauf gehalten werden - dafĂŒr gab es nach dem langen Schlussapplaus noch 2 mal “Locus iste” von Paul Mealor und  von A. Bruckner als Zugabe.

Christa Grubauer
Volksblatt 17. 4. 2012


Eine Kirche voll edlen Klanges

Der hervorragende, leistungsstarke „Chor ad libitum“ aus St. Valentin erfĂŒllte alte und neue A-cappella-Werke mit Leben. Seine Anzahl an gut geschulten Stimmen ermöglicht auch die Aufspaltung in kleinere Formationen.

Der Chor liefert einen fein differenzierenden, runden Klang, fließende Melodien in einer homogenen, treffsicheren Wiedergabe, unter der sorgfĂ€ltigen Leitung von Heinz Ferlesch.

Das vielstimmige „Ecce beatam lucem“ von Alessandro Striggio (1536–1592) hinterließ einen mĂ€chtigen, schillernden Eindruck. Teile einer Rheinberger-Messe verlangten Doppelchörigkeit. Ein Titel von Balduin Sulzer brachte hohes QualitĂ€tsniveau zum Klingen. Ein Satz des Slowenen Damijan Mocnik (*1967) erklang vom Orgelchor gleich Himmelsstimmen. Ausgezeichnet gesungen war eine von Bernd Englbrecht (*1968) umgeformt alte französische Melodie fĂŒr fĂŒnfstimmigen (!) MĂ€nnerchor. Ähnlich disponiert war „Der Mond ist aufgegangen“, bearbeitet vom Wiener Manfred LĂ€nger (*1968).

Als Zugaben: ein ĂŒberzeugendes „Locus iste“ von Paul Mealor; jenes von Anton Bruckner – Heinz Karl Kuba, dem Spiritus Rektor der Reihe gewidmet – kann schwerlich besser realisiert werden.

Franz Zamazal
OÖN 17. 4. 2012


Grandiose Darbietung
ORATORIUM / Chor ad libitum unter Heinz Ferlesch prĂ€sentierte HĂ€ndels „The Messiah“ und erntete stehende Ovationen.

ST. VALENTIN / Die SĂ€ngerinnen und SĂ€nger des Chores ad libitum bilden einen der fĂŒhrenden niederösterreichischen Klangkörper. Sie haben es sich unter der umsichtigen Leitung von Heinz Ferlesch zur Aufgabe gemacht, spezielle Kirchenmusik auf höchstem Niveau zu vermitteln.

Diesmal fiel die Wahl auf HĂ€ndels Oratorium in drei Teilen „The Messiah“. [...]

Das bewegende Oratorium erklang in der randvollen Pfarrkirche Langenhart in einer Ă€ußerst lebendigen und höchst stimmungsvollen Besinnlichkeit. Mit viel Hingabe agierten auch die Solisten Cornelia Horak (Sopran), Margot Oitzinger (Alt), Virgil Hartinger (Tenor) und Matthias Helm, Bass. Die Botschaft des Oratoriums wurde grandios interpretiert. Es war eine Sternstunde fĂŒr die Besucher, die sich, nach einem Moment des bewegten Innehaltens, mit stehenden Ovationen bedankten und berĂŒhrt, nach der Zugabe des Halleluja, die Pfarrkirche Langenhart verließen..

Leopold Kogler
NÖN 3. 5. 2011


Blendende Stimmen
ÜberwĂ€ltigender Erfolg fĂŒr Chor Ad Libitum und Leiter, beide in Höchstform

Der “Chor Ad Libitum”, AushĂ€ngeschild von St. Valentin, unter der starken Persönlichkeit von Heinz Ferlesch, ist zu einem homogenen, flexiblen und aussagekrĂ€ftigen Klangkörper geworden. Nun gastierte der Chor im Brucknerhaus und im Festspielhaus St. Pölten mit Verdis “Requiem”.

Durch den Zusammenschluss des Heinrich-SchĂŒtz-Ensembles aus Bayern und des heimischen “Chor Ad Libitum” ergab sich ein klangstarkes Ensemble.

Der große Sprung in die renommierten KonzerthĂ€user wurde von Erfolg gekrönt. Heinz Ferlesch gelang mit dem klangstarken Ensemble aus 120 Mitwirkenden eine beeindruckende Interpretation des “Verdi-Requiems”.

Hier hat das Ensemble mit blendenden Stimmen all seine QualitĂ€ten zu einer ĂŒberwĂ€ltigenden Wirkung gebĂŒndelt und ermöglichte eine dramaturgische Spitzenleistung. Es war eine eindrucksvolle und plastische Wiedergabe, mit herrlich ĂŒberzeugenden Solisten.

Leopold Kogler
NÖN 48/2010


SpitzenqualitÀt
Der Passauer Konzertwinter fĂŒhrte Verdis „Requiem“ auf

Egal, ob man es nun mit G. B. Shaw als „Verdis grĂ¶ĂŸte Oper“ ansieht oder jenseits aller Theatralik doch nach religiösen Aussagen sucht: Giuseppe Verdis „Messa da Requiem“ von 1874 ist ein imposantes Meisterwerk.

Imposant waren auch die Dimensionen seiner AuffĂŒhrung beim Passauer Konzertwinter: Die Pfarrkirche St. Peter erneut fast ausverkauft, ein Opernorchester mit gigantischem BlĂ€serapparat, vier Solisten, dazu weit ĂŒber 100 SĂ€ngerinnen und SĂ€nger im Chor. Die besten Voraussetzungen also, um der monumentalen Partitur Herr zu werden.
Und das gelang trefflich. Bei Heinz Ferlesch lag die musikalische Gesamtleitung in besten HĂ€nden, er garantierte mit angenehm zurĂŒckhaltender Gestik jederzeit fĂŒr eine ausgewogene Balance zwischen den gleichberechtigten Partnern Chor, Solisten und Orchester. Letzteres, das Ă€ußerst aufmerksam und detailbewusst agierende „Ensemble Sonare Linz“, folgte ihm mit konzentrierter Spannung und bewies selbst in heiklen Passagen klangliche SpitzenqualitĂ€t.

Ebenso untadelig prĂ€sentierte sich der Chor, diesmal zusammengesetzt aus dem Heinrich-SchĂŒtz-Ensemble Vornbach und dem Chor Ad Libitum aus dem österreichischen St. Valentin. Stimmliche Reife, Leidenschaft und AgilitĂ€t gepaart mit sĂ€ngerischer AbgeklĂ€rtheit ließ die riesige SĂ€ngerschar alle Anforderungen vom gehaucht-gestotterten Pianissimo bis zum AnstĂŒrmen gegen die Urgewalten des Orchesters souverĂ€n und mit höchster PrĂ€senz meistern. [...]
Der Gesamteindruck jedoch war exzellent - der Konzertwinter festigte einmal mehr seinen Ruf als Musikereignis von ĂŒberregionaler QualitĂ€t.

Tobias Weber
Passauer Neue Presse, 23. 11. 2010


Verdis Requiem beeindruckte wieder in Linz
BRUCKNERHAUS: Heinz Ferlesch dirigiert Verdis Andenken an A. Manzoni

Giuseppe Verdi hat weltweit das Theater mit seinen Opern erobert, den Konzertsaal dagegen mit dem Requiem (1873/74), geschaffen im Andenken an den Dichter Alessandro Manzoni. [...]
In Linz ist diese Partitur immer wieder mit schöner RegelmĂ€ĂŸigkeit, jedoch im Abstand einiger Jahre, zu erleben. Durch den Zusammenschluss des Heinrich-SchĂŒtz-Ensembles Vornbach aus Bayern (Einstudierung Martin Steidler) und dem heimischen „Chor Ad Libitum“ ergab sich ein klangstarkes Ensemble aus 120 Mitwirkenden, darunter erfreulich viele MĂ€nnerstimmen.

Die engagierten SĂ€nger trugen dank gewissenhafter Einstudierung maßgeblich zum Gelingen des Abends bei und ĂŒberzeugten auch in heiklen Passagen (Stimmen-Zweiteilung, A-cappella-SĂ€tze, Fuge). Innige Lyrik und sich aufbĂ€umende Dramatik, Flehen und SphĂ€renklĂ€nge fĂŒgten sich zu einer eindringlichen und beeindruckenden Leistung.

Aus den Reihen der wortdeutlichen Gesangssolisten sind hervorzuheben: der Mezzosopran Yvonne Naef mit Strahlkraft, WÀrme und Innigkeit sowie mit dem Auskosten der melodischen Bögen; der Bass Albert Pesendorfer mit klangschönem, mÀchtigem und deutlich differenzierendem Organ. Das Quartett vervollstÀndigten mit beachtenswerten Leistungen im italienischen Fach der Sopran Ingrid Kaiserfeld und der Tenor Herbert Lippert.

Das Orchester „Ensemble Sonare Linz“, in flexibler Zusammensetzung gebildet aus versierten heimischen Instrumentalisten, spielte sauber und sicher, war bei den Streichern sparsam besetzt und wurde so oft von den Chormassen erdrĂŒckt.

Es war eine eindrucksvolle und plastische Wiedergabe unter der umsichtigen Leitung von Heinz Ferlesch, der dank seiner sinnstiftenden musikalischen „Dramaturgie“ die breite und dabei viel gefĂ€cherte Palette an Emotionen ausschöpfte.

Franz Zamazal
Oberösterreichische Nachrichten, 22. 11. 2010


“Verdi-Requiem” im Brucknerhaus: Diesmal ein nur selten zu erlebender GlĂŒcksfall qualitĂ€tsvollster Interpretationskunst. Eine Hundertschaft von ChorsĂ€ngern, zusammengesetzt aus dem “Chor Ad Libitum” und dem “Heinrich SchĂŒtz Ensemble” Vornbach (Einstudierung: Martin Steidler), welche vom verklĂ€rten Pianissimo bis zu den himmelstĂŒrmenden KraftausbrĂŒchen die Dynamik filigranst gestalten konnte; das Ensemble Sonare Linz in disziplinierter Klangkultur, das blendend besetzte Solistenquartett mit der herausragenden Yvonne Naef; und Dirigent Heinz Ferlesch, der eine bis zur Weißglut gesteigerte ItalianitĂ  in den Saal zauberte, die in der Libera-Fuge ihren ĂŒberwĂ€ltigenden Höhepunkt erreichte.

Balduin Sulzer
Krone, 22. 11. 2010


Heimische QualitÀt
Brucknerhaus: Giuseppe Verdis „Messa da Requiem“ mit Chor Ad Libitum und Heinrich-SchĂŒtz-Ensemble

Es war das erwartete lokale Großereignis, denn das Interesse an Verdis „Messa da Requiem“ am Samstag war enorm. In Scharen strömten die Besucher ins Linzer Brucknerhaus, im Publikum gaben sich zahlreiche Musiker und SĂ€nger der Linzer Chorszene ein Stelldichein. Zu hören war dann eine beachtliche AuffĂŒhrung, der allein fĂŒr den Mut zu dem waghalsigen Unternehmen alle Bewunderung gezollt werden muss. [...]

FĂŒr den anspruchsvollen Chorpart vereinigte sich der namhafte Chor Ad Libitum mit dem Heinrich-SchĂŒtz-Ensemble Vornbach (Einstudierung Martin Steidler) zu einem 130-köpfigen Klangkörper von höchster PrĂ€zision und Sprechkultur, speziell im Damenpart. [...] Die auch fĂŒr das Orchester erforderliche Großbesetzung stellte das aufgestockte Ensemble Sonare Linz — mit gesteigertem Einsatz, spĂŒrbar bemĂŒht um HomogenitĂ€t und Intuition. [...]

Am Pult lenkte den Riesenapparat an AusfĂŒhrenden Heinz Ferlesch mit allen ihm zu Gebote stehenden körperlichen und geistigen KrĂ€ften, um zu demonstrieren, welcher Leistungen heimische Chöre durch Ehrlichkeit, Fleiß und eine gewissenhafte Einstudierung fĂ€hig sind. DafĂŒr war der starke Beifall auch mehr als verdient.

Georgina Szeless
Neues Volksblatt, 22. 11. 2010


Hörgenuss der Extraklasse
Lions-Gala-Konzert. Die AuffĂŒhrung des Oratoriums “Paulus” am Sonntag, 27. Juni war ein voller Erfolg

RIED. Die AuffĂŒhrung des Oratoriums “Paulus” von Felix Mendelssohn Bartholdy in der gut besuchten Jahnturnhalle, welche vom Rieder Lions-Club im Rahmen des “Inn4tler Sommers” organisiert wurde, setzte einen kulturellen und sozialen Glanzpunkt.

Unter der kĂŒnstlerischen Leitung von Heinz Ferlesch ĂŒberzeugten das Orchester Sonare Linz und der fabelhafte Chor Ad Libitum und die Solisten Ursula Langmayr (Sopran), Christa Ratzenböck (Alt), Michael Nowak (Tenor) und Klemens Sander (Bass) mit großer EmotionalitĂ€t und Textdeutlichkeit. Auch die Ă€ußerst prĂ€zise Dramaturgie trug dazu bei, dass echtes Festspiel-Niveau erreicht werden konnte.

SchÀrdinger Magazin, 7. 7. 2010


Volumen ging unter die Haut
WIE IM HIMMEL / Chor Ad Libitum aus St. Valentin gab ein Konzert und holte mit imposanten KlÀngen den Himmel auf Erden

WAIDHOFEN / Himmlische KlĂ€nge erfĂŒllten am Sonntagnachmittag die Stadtpfarrkirche, als der renommierte Chor Ad Libitum aus St. Valentin zu Gast war. [...] Das fĂŒnfzigköpfige Ensemble hielt die Zuhörerschaft vom ersten Augenblick an gefangen, mit einem unglaublichen Klangvolumen und Stimmen sowie Arrangements, die unter die Haut gingen. [...] Bei fast gĂ€nzlich religiösen Themen und Abwechslung zwischen lateinischen und deutschen Texten kamen Liebhaber der Kirchenmusik voll auf ihre Kosten.

Jana Meixner
NÖN 22/2010


Ein bilderreiches Oratorium
Umjubelte AuffĂŒhrung - Der Chor Ad Libitum machte den “Paulus” von Felix Mendelssohn Bartholdy fĂŒr die Zuhörer zu einem stimmgewaltigen Erlebnis

In der Pfarrkirche Langenhart, St. Valentin, brachte der Chor Ad Libitum den Oratoriumsgiganten “Paulus” von Mendelssohn Bartholdy zur AuffĂŒhrung. Ein Erlebnis.
“Paulus”, eines der beiden vollendeten Oratorien von Felix Mendelssohn Bartholdy, war in einer stimmgewaltigen und verinnerlichten Interpretation in der Pfarrkirche Langenhart zu erleben. Der Chor Ad Libitum, das Ensemble Sonare Linz sowie die Solisten machten die AuffĂŒhrung des Lebens und Wirkens des Apostel Paulus zum qualitĂ€tsvollen Ereignis. [...]
Dirigent Heinz Ferlesch fĂŒhrte die Klangkörper mit viel GespĂŒr fĂŒr Emotionen durch das dramatische Geschehen. Die Verinnerlichung des Werks wurde mit bilderreichen Momenten umgesetzt. Und mit Bassist GĂŒnter Haumer war ein Paulus von wuchtiger Stimmgewalt tĂ€tig und Tenor Michael Nowak ein glĂ€nzender Barnabas. Von hohem Vokalglanz Ursula Langmayr (Sopran) und Christa Ratzenböck (Alt).
Ein höchst bilderreiches Konzert, das vom Publikum begeistert aufgenommen wurde und mit großem Jubel bedacht wurde. Ein weiterer Kristall fĂŒr den Chor Ad Libitum.

Leopold Kogler
NÖN 12/2010


Auf dem Programm stand Mendelssohn Bartholdys “Paulus” op. 36, ein Oratorium: Die Wiedergabe durch den Chor Ad Libitum und das Ensemble Sonare Linz in der St. Valentiner Pfarrkirche Langenhart geriet unter der Leitung von Heinz Ferlesch mitreißend, ja phasenweise schlichtweg ĂŒberwĂ€ltigend. Der rund 60-köpfige, weitgehend aus musikalisch ausgebildeten Mitgliedern zusammengesetzte Chor bestach durch Klangkultur, rhythmische Exaktheit und dynamische Strahlkraft. Und auch das hochkarĂ€tige SolistInnenquartett mit Ursula Langmayr, Christa Ratzenböck, Michael Nowak und dem jungen Prachtbariton GĂŒnter Haumer trug einen wesentlichen Anteil zu den frenetischen Reaktionen des Publikums bei.

Balduin Sulzer
Kronen Zeitung, 23.03.2010


Der Dirigent und Leiter des “Chor Ad Libitum” ist in St. Valentin beheimatet - leider selten zu hören, denn Heinz Ferlesch ist an der UniversitĂ€t fĂŒr Musik und Darstellende Kunst in Wien beschĂ€ftigt; aber wenn er mit dem Heimatchor arbeitet, ist dieser immer in höchster QualitĂ€t zu hören. So am 20. MĂ€rz 2010 in der Pfarrkirche Langenhart, St. Valentin im Zusammenwirken mit dem “Ensemble Sonare Linz”. Das in barocker Polyphonie angelegte, aber doch bereits hochromantische Oratorium “Paulus” vom 27 jĂ€hrigen Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy, bot sowohl in der einsatzfreudigen Chorleistung aber auch bei den Instrumentalisten und vor allem bei den SĂ€ngersolisten großen Einsatz. Die dramatische Wiedergabe der Bibelworte - meist in ergreifenden Melodien dem Tenor  Michael Novak und der Sopranistin Ursula Langmayr anvertraut, schildert die Predigt und Steinigung des Stephanus sowie die Bekehrung des Paulus - von GĂŒnter Haumer  als Bass mit fundiertem Klang ausgestattet, dazu Christa Ratzenböck - Alt, das Quartett vervollstĂ€ndigend, - eine dramatisch beeindruckenden Vision des Geschehens von Damaskus.
Großer Einsatz fĂŒr die Chöre: “Mache dich auf” und den schmetternden Fanfaren der EinwĂŒrfe von Trompeten, Hörner und Posaunen zum Choral “Wachet auf”.
Großer Dank in der ĂŒbervollen Kirche.

Chr. Grubauer
Volksblatt, 22. 3. 2010


Jubel fĂŒr “Elias” im Brucknerhaus

Eine vielbeachtete AuffĂŒhrung erfuhr das Oratorium “Elias” von Felix-Mendelssohn-Bartholdy unter dem Dirigat von Thomas Kerbl am Samstag im gut besuchten Linzer Brucknerhaus. Das textlich frei nach dem Alten Testament vertonte, zweiteilige Opus ĂŒber Elias, den WundertĂ€ter und Feind der Priester des Baalskultes, aus dem Jahre 1846 wurde hauptsĂ€chlich in den werkimmanenten dramatischen Szenen wirkungsvoll umgesetzt. Den grĂ¶ĂŸten Beitrag dazu leistete der fĂŒr sein hohes Niveau einmal mehr zu bewundernde Chor Ad Libitum des Heinz Ferlesch aus dem nö. St. Valentin. Allein die herrlichen Chor-Soli sprachen fĂŒr die GesamtqualitĂ€t dieses Vokalensembles. … Großer Jubel nach 2 3/4 Stunden Spieldauer…

Georgina Szeless
Neues Volksblatt, 14. 12. 2009


Ausdrucksstark
Der Chor “Ad Libitum” glĂ€nzte bei seinem Benefizkonzert

FĂŒr ein Benefizkonzert zur Anschaffung einer neuen Orgel fĂŒr die Pfarrkirche St. Valentin wurde Brahms “Deutsches Requiem” in der Fassung fĂŒr Klavier zu vier HĂ€nden vom Chor “Ad Libitum” aufgefĂŒhrt. Das viel gespielte, innige und bewegende Requiem wurde von Heinz Ferlesch exzellent vorbereitet und so zu einem besonders ausdrucksstarken Konzerterlebnis. Die Schrecknisse der apokalyptischen VerkĂŒndigungen, vor allem auch die Worte des Trostes, die Brahms’ Auswahl von Bibeltexten spendet, erreichten entsprechend prĂ€gnant das Publikum.

Der Chor beherrschte ein unglaublich diszipliniertes Stimmenrepertoire, ergĂ€nzt von zwei hervorragenden Solisten, Ingrid Sonnleithner, Sopran, und Johann Leutgeb, Bariton. Die beiden Klaviervirtuosen Kyoko Yoshizawa und Johannes Pell lieferten dazu besonderes pianistisches FeingefĂŒhl. Ein großartiges Konzert.

Leopold Kogler
NÖN 46/2009


Chor glĂ€nzte „nach Belieben“

Die laufenden „Bruckner-Tage“ in St. Florian bieten eine Woche lang sehr interessante und unterschiedliche Konzerte im Stift. Das Chor- und Orgelkonzert Dienstagabend in der gut besuchten Basilika war mit der hochkarĂ€tigen Leistung des Chores Ad libitum („nach Belieben“) unter Johannes Pell ein einziger Höhenflug an PrĂ€zision und Schönklang, sowohl beim Hymnus „Hör mein Bitten“ von Mendelssohn-Bartholdy (Solo: Waltraud Sulzer, Sopran), als auch bei Leonard Bernsteins „Chichester Psalms“. Das „Sanctus“ aus der Messe fĂŒr zwei vierstimmige Chöre von Frank Martin meisterten die SĂ€nger in transzendent schwebender ZustĂ€ndigkeit. Von Bruckner erklang das bekannte, fĂŒr den Linzer Dom komponierte „Tota pulchra es Maria“ im Wechselgesang mit Tenor Johannes Pfaffeneder. Die wechselnde Choraufstellung bis weit hinein in den Kirchenraum zeigte die QualitĂ€t der SĂ€nger auf und gipfelte in den beiden letzten mystischen Chören „O magnum mysterium“ des US-Chorkomponisten Morten Lauridsen (*1943) und einem gelungenen Klangexperiment von Knut Nystedt (*1915), „Komm, sĂŒĂŸer Tod“. Stiftsorganist Matthias Giesen lieferte dazu eine grandios angelegte Improvisation an der Bruckner-Orgel.

grub, Neues Volksblatt, 20. 8. 2009


Abwechslung, Vielfalt
Chor- und Orgelkonzert: Stiftskirche St. Florian, 18. August

Die Bruckner-Tage in St. Florian brachten am Dienstag in der Stiftskirche ein Konzert fĂŒr Chor und Orgel, das mit einem reichhaltigen Programm aus zehn Titeln des 19. und 20. Jahrhunderts mehr das vielfĂ€ltige Können der Interpreten als Bruckner-BezĂŒge in den Vordergrund stellte.
Der international bekannte „Chor ad libitum“ aus St. Valentin stellte unter der Leitung von Johannes Pell (27) sein umfassendes Können vor. Die Klang- und Pianokultur, der Zusammenklang der Stimmen wurden gefordert, die SĂ€nger ĂŒberzeugten dabei. Bei einer Mendelssohn-Hymne durchfluteten mĂ€chtige KlĂ€nge und runder inniger Ton die Kirche. Bei Bernsteins „Chichester Psalms“ (1965) offenbarte sich die Klang-, Rhythmus- und Kraftmagie der Partitur. Bruckner war mit dem fĂŒr den Linzer Dom bestimmten „Tota pulchra es, Maria“ vertreten und offenbarte die innige Aussage. Matthias Giesen, der Musikchef des Stiftes, band die Orgel in die vokale Programmfolge ein. Die Improvisation ĂŒber den Bach-Choral versetzte das alte Thema weg vom Original in unsere Zeit. Die gute QualitĂ€t der Interpreten provozierte viel Beifall, den der Chor mit einem Mendelssohn-Satz bedankte.

(fz) OÖN, 20. 8. 2009


Brucknertage Sankt Florian 2009

Das Konzert mit dem Vokalensemble „Chor ad libitum“ geriet schlichtweg zum GlĂŒcksfall; die KĂŒnstler singen unter Johannes Pell die StĂŒcke von Mendelssohn, Bruckner, vor allem aber von Bernstein, Martin, Lauridsen und Nysted mit einer Klangkultur, die jeden österreichischen Profichor welk aussehen lĂ€sst. Und die Improvisation ĂŒber den Choral „Komm, sĂŒĂŸer Tod“ war ĂŒberhaupt das Ereignis des Abends.

Balduin Sulzer
Krone, 20. 8. 2009


Songs mit großer Wirkung
Das A-cappella-Konzert des Chores Ad Libitum im Kulturhaus St. Valentin bot ein begeisterndes Programm

Immer wieder im Advent realisiert der Chor Ad Libitum ein unvergessliches Konzert. Jenes des Jahres 2008 mit dem schlichten Titel „Songs“ reihte sich hier wunderbar ein.
Unter der Verantwortung von Heinz Ferlesch, Johannes Pell und Judith Ertl ist es gelungen, ein facettenreiches und stimmungsvolles Konzert mit Song-Perlen zu gestalten. „Songs“ vereinte Lieder aus Irland und aus Wien, von Komponisten wie Mozart, Mahler, Cohen oder Mitchell, von Popgruppen wie ABBA oder U2. Emotionale Lieder, die zu bezaubern wussten und in einer klugen Zusammenstellung prĂ€sentiert wurden. Die verschiedenen Sangesformationen und Solisten vermochten mit ihren sĂ€ngerischen Leistungen zu begeistern. Mit krĂ€ftigen Tönen, höchster Phrasierungskunst, prachtvollen Legatobögen und wunderbarer Intonation.
Man sah an diesem Abend im vollbesetzten Kulturhaus viele strahlende Augen. Große Begeisterung!

Leopold Kogler
NÖN, 16.12.2008


Natur und Mensch im Vergleich
Begeistung fĂŒr Haydns „Jahreszeiten“ im Brucknerhaus

Joseph Haydns SpĂ€twerk „Die Jahreszeiten“ vergleicht den Wechsel der Natur im Verlauf des Jahres mit den Lebensaltern des Menschen. Das aus vier Kantaten bestehende Oratorium beinhaltet eine FĂŒlle anschaulicher Tonmalereien, verbunden mit erbaulicher Belehrung. Im Großen ABO des Linzer Brucknerhauses hatte Thomas Kerbl als Dirigent die FĂ€den straff in der Hand und ermöglichte so eine stimmige, eindrucksvolle Wiedergabe, an der die Transparenz der StimmfĂŒhrung besonders gefiel. Der in St. Valentin beheimatete und von Heinz Ferlesch perfekt einstudierte Chor ad libitum wartete mit Treffsicherheit und gestalterischen Kontrasten auf. Nicht minder erwies sich das von Josef Sabaini gelenkte Kammerorchester Hamonices mundi als prĂ€ziser Klangkörper von hoher QualitĂ€t. Im Solisten-Terzett beeindruckten Robert Holzer (Bass), der kurzfristig eingesprungene Michael Nowak (Tenor) und, mit kleinen Abstrichen wegen der undeutlichen Artikulation, Barbara Bonney (Sopran). Das Publikum dankte nach drei Stunden mit großem Applaus.

Fridolin Dallinger
Volksblatt, 13.2.2008